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Planet Punk
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Planet Punk

von Sarah Catherina Müssig

Planet Punk

Kürzlich erhielt ich den Auftrag, etwas über Punk zu schreiben. Nun muss man dazu wissen, dass ich selbst eher konsumorientiert (um nicht zu sagen shoppingsüchtig) bin und es lieber gemütlich und heile-Welt-mäßig mag. Nun saß ich also in meiner puppenstübchenartigen Wohnung zwischen meinen Laura-Ashley-Kissen und überlegte, what the hell ich über Punk wusste. Spontan fielen mir nur die Nervensägen ein, die überall mit ihren Hunden rumhängen und einen ständig anschnorren.

Sarah Catherina Müssig

Ich vor dem Ramones-Museum in Berlin. 

Ich beschloss, meinen Dad anzurufen, der in jungen Jahren Szene-DJ in Berlin gewesen war. Sicher wusste er etwas. Er war ganz begeistert, mir helfen zu können („Ah, ja das Punk-House damals in Berlin, da ging’s ab …!“). Er erzählte, dass Punk eine Jugendbewegung sei, die Mitte der Siebziger in New York und London entstand. Charakteristisch für Punks war eine rebellische Haltung gegen die Gesellschaft, garniert mit einem provozierenden Aussehen. Das Motto der Punkbewegung war der Refrain des Sex Pistols-Songs „No future“. Punk bezeichnet allgemein etwas Niedriges, Minderwertiges wie „Abschaum“ oder „Dreck“.

Der Ursprung des Punks liegt in den späten Sechzigern und war vor allem eine Anti-Reaktion auf die Glückseligkeit der Hippies. Der rotzige Punk richtete sich gegen deren peacigen Idealismus. (Wieso, dachte ich, war doch super, bekifft in riesigen Schlaghosen über den Playground von Woodstock zu tanzen und jede Menge freie Liebe zu praktizieren!).

Demgegenüber war der Punk illusionslos und setzte auf offene Ablehnung und Brüskierung der Gesellschaft. Die Entstehung der Punkbewegung war eng mit der gleichnamigen Musikrichtung und Bands wie den Ramones verbunden. Deren Texte bestanden hauptsächlich aus Beschwerden über das Leben und Leiden als Jugendlicher sowie Anklagen und Beschimpfungen gegen die Gesellschaft. Sex Pistols-Frontmann Johnny Rotten sagte einem Journalisten: "Was heißt Musik? Chaos wollen wir machen!“. Bezeichnend, entstand die englische Punk-Bewegung doch aus der Unzufriedenheit vieler Jugendlicher gegenüber Institutionen wie Schule, Kirche oder dem Elternhaus. Sie waren frustriert über mangelnde Aussichten im Berufsleben, bedingt durch die Wirtschaftskrise und das steife englische Klassensystem, fühlten sich ausgeschlossen und um ihre Perspektiven betrogen. Ihre Reaktion darauf war „do it yourself“ - so wurde der Look eben aus der Lumpensammlung kreiert. Es entstand eine Gegenkultur mit eigenen Regeln: Hässlichkeit als Programm, zerfetzte Kleidung, Sicherheitsnadeln und Piercings im Gesicht, exzessiver Konsum von Drogen und Alkohol. Unvollkommenheit nahm man dabei nicht nur in Kauf, sondern strebte sie sogar an. Auch Kritik musste nicht konstruktiv sein. Im Mittelpunkt stand das eigene, subjektive Empfinden, die Unzufriedenheit mit der Welt. Grundsätze des Punk waren: „Verschwende dich selbst, glaube niemandem, stelle Autoritäten in Frage!“. Charakteristisch für die Punkbewegung war eine radikale Anti-Haltung gegen das „bürgerliche“ Leben.

die designer bedienen sich halt überall ne...mal boudoir-look,dann gothic, dann eben punk...

Es gibt immer noch genügend Punker, die einem zeigen, was Punk heute ist - und in der Mode hat es definitiv nix zu suchen! rrriot!!!

haben die genannten labels nix mit den "richtigen" punks zu tun...aber man sollte ja auch sehen was punk zum teil heute ist - und wenn`s "nur" in der mode ist...

Der Artikel ist zwar anfangs ganz gut - aber ab der Hälfte wird er zur Werbung für irgendwelche idiotischen Designer, die aus Punk eine Modebewegung machen! Das ist weniger ein lehrreicher Artikel für alle die, die nichts über Punker wissen, als vielmehr der Aufruf nach der Mode zu gehen ... Und das ist (siehe auch Text) nicht im Sinne von Punk! rrriot!!!

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