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Anleitung zum Entlieben: neues Buch von Conni Lubek mit Tipps gegen Liebeskummer
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Anleitung zum Entlieben: neues Buch von Conni Lubek mit Tipps gegen Liebeskummer

Conni Lubek, Anleitung zum Entlieben, Curd Rock

„Anleitung zum Entlieben“ von Conni Lubek 

leseQueen Isabella hat sich ausgerechnet bei Conni Lubeks Erstling „Anleitung zum Entlieben“ verliebt. Und zwar in Curd Rock – das lebende Stofftier. Das Buch ist aus Conni Lubeks gleichnamigem Blog unter www.blogigo.de entstanden. Mehr zur Entstehungsgeschichte des Buches und zur Autorin erfahren sie hier.

„Meine Trennung von 119 würde mustergültig sein. Ein Leitfaden für alle Leidensgenossen, da war ich mir ganz sicher – ich verließ ihn schließlich nicht zum ersten Mal.“

Lapared, auch Lpunkt, Lchen oder Rindvieh genannt, hat ziemlichen Liebeskummer. Der Grund dafür ist 119, ein Mann, den sie über eine Partneragentur kennengelernt hat. Auf ihrer „Matchinglist“ stand er auf Platz 1. Und tatsächlich ist Lpunkt schon ab dem ersten Treffen verliebt. Der Grund für den Liebeskummer: 119 ist es leider nicht. Und so beschreiben die nächsten 347 Seiten, wie Lpunkt versucht, sich wieder zu entlieben. Tage, in denen Lchen ihre Wohnung nicht verlässt und sich stattdessen in halbgefrorenem Käsekuchen vergräbt, folgen Momenten, in denen sie nach einem Liebesrückfall wütend alle Spuren von 119 in ihrer Wohnung beseitigt. Und immer mit dabei: Curd Rock, das liebenswürdige, denkende und lebende Stofftier. Das 119 ihr geschenkt hat.

Als Lpunkt im Freibad Dick, den schönen Holländer kennenlernt, wird das Schicksal auch noch ironisch. Denn alles, was sie sich bei 119 immer vergebens gewünscht hat, das schenkt ihr Dick. Trotzdem kann Lchen seine Aufmerksamkeiten nur bedingt genießen, denn während Dick sich auf den ersten Blick in sie verliebt hat, fühlt Lpunkt nichts. Gar nichts. Und Curd Rock steht dem „Tulpemkopf“ nach dem schmerzlichen Verlust von 119 sowieso skeptisch gegenüber.

Curd Rock, Stofftier, Conni Lubek

Sie liebem kleimen Kerlchem, nicht wahr? 

Curd Rock, Stofftier, Conni Lubek

Das Lebem ist spitze! 

 

Conni Lubek erzählt auf charmant-kauzige Art von Liebe und Leid und ist dabei unglaublich lustig. Vor allem das Stofftier Curd Rock, das immer „m“ und „n“ verwechselt, werden Sie lieben. Mit Fotos untermalt kommentiert der kleine Kerl Lchens Liebeschaos. Und macht im Nachwort Lust auf den Fortsetzungsroman, an dem Conni Lubek gerade schreibt:

Anleitung zum Entlieben, Curd Rock, Stofftier

„Nachwort – von Curd Rock persömlich

Liebe Leser,

bestimnt fragem Sie sich, wie es (…) weitergimg mit Dick umd Lchem umd vor allem natürlich mit Curd Rock.

Was ist wohl aus dem bezaubermden kleinem Kerl geworden, möchtem Sie sicher wissen. (…) Sieht er heute immer noch so umwerfemd aus? (…)“


Das Buch „Anleitung zum Entlieben“ ist aus Conni Lubeks gleichnamigem Blog entstanden. Hier erfahren Sie mehr zur Entstehungsgeschichte des Buches und zur Autorin.

Wussten Sie, dass Conni Lubek nicht die einzige Autorin ist, deren erstes Buch aus einem erfolgreichen Blog entstand? Lesen Sie hier mehr zum Thema „Vom Blog zum Buch“.

„Anleitung zum Entlieben“ (347 Seiten) von Conni Lubek ist bei Ullstein oder über www.amazon.de für 8 Euro 95 zu bestellen.

Lust auf das Buch „Anleitung zum Entlieben“ von Conni Lubek bekommen? beQueen verlost zusammen mit Ullstein 15 Exemplare. Einfach eine E-Mail mit Adresse und dem Betreff „Anleitung zum Entlieben“ an florina@bequeen.de schicken und gewinnen(Teilnahmeschluss ist der 23. August 2008).

Leseratten treffen sich im beQueen-Literaturclub! Welches ist Ihr Lieblingsbuch, welche Bücherleichen liegen in Ihrem Keller und woran haben Sie sich bis jetzt noch nie gewagt?

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habs gelesen .. und mir hats richtig gut gefallen :o))

ich würde es jedenfalls gerne lesen. so! ;-)

Hi Floriiina, um Deine letzte Frage, wer Michaela Thewes ist und was ich von ihr gelesen hätte, zu beantworten, hier eine Kostprobe aus einem ihrer letzten Kolumnen: ALLES O.K. AUF DEM WC? Wenn Männlein und Weiblein zusammen wohnen, teilen sie gewöhnlich nicht nur Tisch und Bett, sondern auch die Toilette miteinander. Da ist dicke Luft vorprogrammiert. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes...Irgendwie scheint die Bezeichnung "stilles Örtchen" die Herren zu der Annahme zu verleiten, dass sie sich hier ungestört der Zeitungslektüre widmen können. Während unsereins das Wasser bis zum Hals steht, studieren sie in aller Seelenruhe die Fussballergebnisse. Doch obwohl sie viel Zeit auf der weißen Porzellanschüssel verbringen, haben Männer mit der Wartung und Pflege herzlich wenig am Hut. Die meisten von ihnen sind scheinbar immer noch der Ansicht, dass es sich bei Toilettenpapier um einen natürlichen Rohstoff handelt, der von alleine wieder auf dem Halter nachwächst. Auch die Toilettenbürste wird von etlichen Herren fälschlicherweise für einen Beautyartikel gehalten, der zarten Frauenhänden vorbehalten ist. Ein weiterer Streitpunkt bei vielen Paaren. Er lässt die Klobrille immer oben. Wie ein Hund der sein Revier markiert: Ich war hier! Was leider oftmals nicht nur an der Position der Klobrille unschwer zu erkennen ist. Das eklige, gelbe Graffiti-Muster auf dem Boden verrät vor allem eins: Hier treibt ein Stehpinkler sein Unwesen. Ist es wirklich so schwer, die Toilettenschüssel zu treffen? Und wenn ja: Warum sind die meisten Kerle so scharf darauf, sich die Beine in den Bauch zu stehen? Seit wann ist Sitzen unmännlich? Im Bus oder in der Straßenbahn nimmt ihr Ego doch auch keinen Schaden dabei...;-) oder eine andere Kolumne befasste sich mit: NOCH `N`TOAST, NOCH EIN EI Es geht doch nichts über ein schönes Familienfrühstück unter freiem Himmel. Doch kaum haben wir uns Samstagmorgen im Garten niedergelassen, bekommt die Bilderbuchidylle erste Risse. Beim ehrgeizigen Versuch, aus einem Croissant eine Brezel zu formen, stößt Josh (3) seinen Kakaobecher um... Jetzt bloß nicht die Laune oder gar das ganze Frühstück verderben lassen! Nachdem Kind und Tisch wieder trockengelegt sind, starten wir mit frischem Schwung und viel Optimismus den nächsten Anlauf. Doch nun versucht der Nachbar, unsere Familienharmonie zu sabotieren, indem er mit lautem Geknatter seinen Rasenmäher anschmeißt. Das kratzt uns aber gar nicht, denn vom Geräuschpegel her könnte unser 6 Monate alter Sohn Ron es locker mit jedem Presslufthammer aufnehmen. Er zahnt--- lautstark. Da hilft nur eins: herumtragen. Egal, man kann auch wunderbar im Stehen frühstücken. Ich ignoriere den verzweifelten Blick meines Mannes und das Gemaule meines großen Sohnes. Habe ich mir etwas vorgenommen, dann wird das auch durchgezogen. Jetzt genießen wir in aller Ruhe unser Frühstück! Denkste! Ständig tauchen ungebetene Gäste auf Als erstes fällt ein feindlicher Wespenschwarm über unseren Wurstteller her, dann erscheint der Nachbar am Gartentor: "Ach, sie frühstücken gerade. Da will ich nicht stören." Tut er aber bereits. Ob wir ihm wohl unsere Heckenschere leihen könnten? Aber ja! In Rekordzeit springt mein Mann auf und begibt sich im Keller auf die Suche. Da waren es nur noch zwei. Denn auch Josh hat die Gunst der Stunde genutzt und sich in den Sandkasten verkrümelt. Fast schon unheimlich, diese Ruhe! Der Kleine ist mittlerweile vor Erschöpfung eingeschlafen. Ddas erste Mal an diesem Morgen nippe ich an meiner Kaffeetasse. Ach ja, wirklich gemütlich so ein Familienfrühstück"... ;-) In ihren Kolumnen geht es um Alltagssituationen, in denen sich fast jeder wiederfindet, wie z.B. auch jetzt zur Urlaubszeit: Die HANDTUCH-MAFIA: Raus aus dem Alltag, rein in den Flieger! Wer glaubt, dass ein Badeurlaub im sonnigen Süden nur aus Spass und Relaxen besteht, sollte lieber gleich daheim bleiben. Ausschlafen? Fehlanzeige! Denn nur der frühe Vogel fängt den Wurm... Während unerfahrene Urlauber im Morgengrauen besäuselt von Sangria gerade erst ins Bett wanken oder noch schlummern, sind andere Hotelgäste längst schon wieder auf den Beinen. Im Schutz der Dämmerung schleichen sie mit Handtüchern bewaffnet an den Pool. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein paar harmlose Frühsportler, ist in Wirklichkeit eine perfekt organisierte Handtuch-Mafia, die das Pool oder Strandareal unter sich aufteilt. Eins, zwei, drei, meins... Ruck zuck haben manche Urlauber so viele Liegen reserviert, als wollten sie ein Feldlazarett gründen. Langschläfer haben dann das Nachsehen. Wenn sie aus den Federn kriechen, sind nur noch Stehplätze an der Poolbar frei. Am ersten tag belächelt man das Verhalten der dreisten Liegenblockerer vielleicht noch milde, am zweiten Tag verurteilt man es aufs Schärfste. Doch am dritten Tag in wenig exponierter Lage zwischen Mülltonnen und Toilettenräumen sieht man das schon nicht mehr ganz so eng: macht ja schließlich jeder... Die Hemmungen werden abgelegt und der Wecker hervorgekramt. Und mit etwas Ellenbogeneinsatz gelingt es einem unter Umständen sogar, einen Platz direkt am Wasser zu ergattern. Bloß schade, dass man die tolle Aussicht nicht wirklich genießen kann. Denn kaum hat man es sich auf der Liege gemütlich gemacht, fallen einem die Augen zu. Kein Wunder, schließlich hat man einiges an Schlaf nachzuholen. Und auch am nächsten Tag muss man in aller Herrgottsfrühe aufstehen....;-) und sicherlich hat auch jeder von euch schon mal so eine Erfahrung beim Zahnarzt gemacht: IN TEUFELS KÜCHE! Au Backe! Als Kind habe ich versucht, mir vorzustellen, wie es in der Hölle aussieht. Heute weiß ich es: Die Hölle ist ganz in Blau und Weiß gehalten, voll klimatisiert, und es hängen einige aparte Bilder im Wartezimmer. Dort sitze ich auf glühenden Kohlen und warte bangen Herzens darauf, dass sich die Tür öffnet und die Sprechstundenhilfe ruft: "der Nächste bitte!" Ein Jammer, dass man seine Zähne nicht reklamieren kann. Bereits im zarten Alter von sechs Monaten bekommt man einen Vorgeschmack auf das, was einen mit den Beißerchen noch erwartet: Ärger! Eigentlich lebe ich ja nach dem Motto: Was von alleine kommt, geht auch wieder von alleine. Tante Trude und Zahnschmerzen sind jedoch erfahrungsgemäß die Ausnahme. Dabei ist meine Angst vor dem Zahnarzt völlig unbegründet. Bei meinem doc bin ich in den besten Händen. Er ist nicht nur eine Koryphäe, sondern scheint darüber hinaus über magische Kräfte zu verfügen. Denn kaum habe ich mit feuchten Händen in seinem Wartezimmer Platz genommen, sind meine Schmerzen wie weggeblasen. So etwas nenne ich eine Blitzheilung! Eigentlich ist die Rumsitzerei also pure Zeitverschwendung. Und das Loch von der Größe eines Kraters, in dem ich Proviant für den ganzen Winter bunkeren könnte, ist pure Einbildung... Alle zwei Minuten taste ich mit der Zunge den Zahn ab. Autsch! Nun ja vielleicht ist es doch nicht verkehrt, wenn der Doktor mal einen Blick darauf wirft.Nur ganz unverbindlich... In diesem Moment öffnet sich dieTür, und die Sprechstundenhilfe hält mir die Hand entgegen. Nicht etwa um mich ins Behandlungszimmer zu geleiten, sondern um die Praxisgebühr zu kassieren. Ganz ehrlich: Dass man in der Hölle auch noch Eintritt bezahlen muss, hätte ich mir als Kind auch nicht träumen lassen... ;-) Wie man ihrer webside "www.michaela-thewes.de" entnehmen kann, hat sie neben einem Kinderbuch zwei Romane für Erwachseneherausgebracht. "Die Lavendelschlacht" und das aktuellste Buch "Der Kater der Braut". Jedes ihrer Bücher ist gespickt mit humorvollen Anekdoten Hier eine LESEPROBE aus ihrem gerade erschienenen Buch:"Der Kater der Braut" http://www.michaela-thewes.de/index.php?id=de-02-01-0801-01 Nachdem ich jetzt Deine Frage beantwortet habe, möchte ich aber auch noch sagen. Ich gebe Dir recht. Geschmäcker sind verschieden, Autoren können es nicht jedem recht machen und die beiden Bücher kann man vielleicht wirklich nicht miteinander vergleichen. Es stimmt. Ich bin wohl eher ein "Fan" von Anettes Büchern, wollte wohl auch nicht dieses Buch "schlecht" machen, ndem ich "beklagte", dass dieses Buch mit dieser ausgefallenen Idee, den Fotos von Curd, Conni Lubek ein genialer Streich gelungen ist, dieses Buch ja wirklich wie ein Senkrechtstarter an die Spitze katapultiert ist, und ich es eher für Anette & Co schade finde, weil sie es auch verdient hätten, unter die besten zwanzig zu gelangen. Insofern habe ich RESPEKT vor jedem, der es überhaupt schafft, ein Buch zu schreiben und Menschen damit zu erfreuen. Denn nie findet man mehr RUHE als im Wald oder in einem BUCH ;-) Liebe Grüße Conny

Hi! Das hört sich wirklich total süß an! Und wenn diese Anleitung dann auch noch funktioniert....muss das Buch unbedingt haben!!!!

Liebe Solangedudabist,

ich sehe schon: Du bist ein eingefleischter Göttlicher-Fan! Sehr schön - kann ich gut verstehen!! Allerdings möchte auch ich Connie UND Curd ein wenig in Schutz nehmen und Dich (via Anette) nochmal zu zitieren: "Es geht gar nicht um Kritik, es geht darum, es nicht allen Recht machen zu können." Genau so ist das doch auch bei Deiner Meinung zu Lubeks Buch: Es gefällt Dir einfach nicht. Das ist ja auch völlig in Ordnung, aber genau so wie Anette Göttlichers Bücher großen Anklang finden, so mögen wohl auch viele Leser Connie Lubeks Anleitung! Und wenn das nur wegen Curd ist - also wenn jemand selber eine Puppe bastelt und die in allen möglichen Lebenslagen fotografiert, und dieser dann auch noch eine sprachliche "Seele" liefert, dann find ich das toll! 

Ich persönlich mag sowohl Göttlichers, als auch Lubeks Buch/Bücher und finde ganz ehrlich, dass man die Werke der beiden gar nicht so einfach vergleichen kann - für mich sind das zwei verschiedene Paar Schuhe! ;)

Wer ist denn diese Michaela Thewes und was hast Du von ihr gelesen? 

vielen Dank für Deine ehrliche Meinung. Genau dafür ist die Buchrezension da, um Bücher zu besprechen und kontroverse Meinungen zu einem Buch zu diskutieren. Ich habe "Anleitung zum Entlieben" nicht als Buch empfunden, in dem es hauptsächlich um Sex geht. Ich lese darin, wie aus einer sehr traurigen, schmerzhaften Erfahrung etwas Neues Wunderschönes entstehen kann. Und ich glaube, das gibt jemandem, der sich in einer ähnlichen Situation befindet die Kraft, weiter zu machen. Weil es irgendwo doch das Glück gibt, das man in dem Moment vielleicht noch nicht sehen kann.

Es ist glaube ich sehr schwierig, mit einem Buch genau den "Nerv der Zeit" zu treffen und viele Leser begeistern zu können. Sowas ist meiner Meinung nach nicht planbar und deshalb empfinde ich Conni's Erfolg nicht als ungerecht anderen Autoren gegenüber.

Vorab ... ich möchte mit diesem Kommentar Conni Lubek nicht zu nahe treten. Gerade weil sie ja nicht so ein dickes Fell hat ;-) Genau so wie es Anette wohl zu schaffen macht, wenn jemand ihre Bücher "zerreisst" Ich kann sie verstehen und denke dann selber über die "Kritiker" "Macht es doch besser." Damals schrieb Anette sogar in einem Blog : Warum ich beinahe mit dem Schreiben aufgehört hätte Es gibt Dinge, die mag ich einfach nicht. Rosinen, die wie ertrunkene Stubenfliegen in meinem geliebten Käsekuchen rumhängen. Aufwachen und denken, es sei Samstag, um dann festzustellen, dass Mittwoch ist. Oder wenn meine Haare mir ins Gesicht wehen und an meinem Lipgloss kleben bleiben. Was ich auch gar nicht mag, ist Kritik an meinen Büchern – falsch, Kritik, die nicht konstruktiv ist. Okay, ich begrüße auch nutzbringende Kritik nicht gerade wie eine lange verschollen geglaubte Schwester, aber ich kann mit ihr umgehen und etwas aus ihr lernen. Aber es gibt leider auch Kritikpunkte, die ich nicht ändern kann. Ich schrieb ein lustiges, locker-flockiges Buch wie "Wer ist eigentlich Paul?" und man warf mir Oberflächlichkeit vor. Gut, denke ich, okay, es ist zwar nicht oberflächlich, denn das war damals immerhin mein Leben, aber ich bin inzwischen vier Jahre älter geworden und habe mir natürlich unterdessen so meine Gedanken gemacht. Also bringe ich diese in "Mit Liebe gemacht" ein, verzichte absichtlich auf den einen oder anderen Gag und schreibe über das, was mich wirklich beschäftigt und worüber ich nachdenke. War klar, was dann kommt: "Also irgendwie fehlt dem neuen Buch die Leichtigkeit!" Hmpf. Ich ärgere mich, denke nach und erkenne: Es geht gar nicht um Kritik, es geht darum, es nicht allen Recht machen zu können. Dabei wäre das doch so schön. Ein Buch zu schreiben, das alle Leser klasse finden und wofür mich alle ganz doll lieb haben. Ein Buch, das gleichzeitig mit beschwingter Leichtigkeit und sprühendem Humor und mit marianengrabenähnlicher Tiefe und lebensphilosophischer Weisheit daherkommt. Ich muss dann noch aufpassen, nicht wieder versehentlich Minderheiten aus Villingen-Schwenningen, Oberpframmern oder Ostdeutschland zu beleidigen, ein bisschen vorsichtig sein, was ich meinen Eltern so alles in den Mund lege und vielleicht doch ein Happy End für Paul und Marie finden. Wenn ich das alles beachte, habe ich alles richtig gemacht – und einen Roman geschrieben, der keinen mehr aufregt, aber auch niemanden mehr bewegt. Hmpf. Ich glaube, ich werde einfach weitermachen wie bisher. Denn ich eigne mich weder dazu, es allen Recht zu machen noch tauge ich zur Revoluzzer-Autorin, die sich darüber freut, wenn ihr Buch polarisiert. Ich werde weiter an meiner Taktik "blende aus, was dir nicht in den Kram passt" feilen, und wenn meine Marie zum hundertsten Mal schwach wird, wenn Paul ihr gegenübersteht, dann tut sie das eben. Solange ich nicht klüger werde, kann sie es nämlich auch nicht. Aber: ich arbeite daran! Ich bin froh, dass sie weiter schreibt und sich das nicht alles zu sehr zu Herzen nimmt. Das sollte auch Conni Lubek jetzt nicht. Aber manchmal kann "konstruktive" Kritik auch einfach nur zum Ansporn,Nachdenken und noch Bessermachen dienen. Ich habe alle Bücher von Anette Göttlicher gelesen und nun auch dieses Buch "Anleitung zum Entlieben". Nicht nur, weil ich eine von Hunderten Mariefans bin, muss ich jetzt sagen, dass mir die Bücher von Anette Göttlicher besser gefallen. Ich möchte jetzt auch sagen WARUM. Natürlich habe ich in dem Buch "Anleitung zum Entlieben" auch an manchen Stellen gelacht. Aber wenn es fast in zweidrittel des Buches nur ums "vögeln" geht, dann vergeht mir das Lachen. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich "prüde" bin. In Anettes Büchern gibt es auch "heiße" Sexszenen mit Paul. Aber es zieht sich nicht die ganze Zeit wie ein roter Faden durch die Bücher. Ihre Bücher sind zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Ihre Bücher haben auch TIEFGANG, z.B. wenn sie den Leser zum Nachdenken anregt, was die Zeit des Lebens ist oder der Film des Lebens. An der nächsten Stelle denkt man "genauso empfinde ich das auch" als sie zum Beispiel in einem Buch schrieb: "Am Bahnsteig reißen meine Eltern dann einen leicht verunsichert dreinblickenden, niedlichen, ungefähr zwanzig Jahre alten Bundeswehrsoldaten für mich auf. Ich stehe daneben und schäme mich in Grund und Boden. Warum ist das eigentlich so? Mir sind meine Eltern oft peinlich, und gleichzeitig überwältigt mich eine riesengroße Liebe, wenn ich sie mir so ansehe, die beiden , die irgendwie erst in den letzten fünf Jahren alt geworden sind, eine Liebe, die mir die Tränen in die Augen treibt." Da lacht man Tränen über ihren Erfahrungsbericht "Das Warten vor dem Robbie Williams Konzert" oder über die Tupperdose, mit dem Kuchen, dem es anscheinend nicht mehr so gut geht und den man ja auch noch MORGEN aus dem Kühlschrank "entsorgen" kann. Es fließen Gedichte und songtexte ein. Fremde Länder werden näher gebracht. Es ist einfach die MISCHUNG, die in Anettes Büchern PERFEKT ist. Leider dreht sich in dem Buch von Conni Lubek alles nur ums ENTLIEBEN und SEX. Und deshalb wundert es mich so sehr, dass dieses Buch so HOCHGEJUBELT wird. Ich sehe auch, dass es bei amazon immer höher klettert im Rang der Bestseller. Nur glaube ich, dass es vorallem an CURD liegt. Ich gebe zu, dass mir das Buch auch ins Auge fiel wegen diesem "süßen" Kuscheltier auf dem cover. Die Idee mit den Bildern von Curd ist auch mal etwas anderes. Und wenn man die Rezensionen zu diesem Buch liest, dann sind alle vorallem von diesem niedlichen Curd begeistert. Aber dann frage ich mich jetzt: " Muss man sich heutzutage gar nicht mehr viel einfallen lassen, nur ein Buch, mit ein paar süßen Bildern gespickt, rausbringen und schon schafft man es unter die zwanzig BESTEN Bücher? Nichts gegen diese Idee, aber ich finde es "ungerecht" gegenüber den Autoren, die sich sehr viel Mühe geben, deren Gedankengänge und Wortschatz einmalig sind und dazu zählt für mich Anette Göttlicher (und seit neuestem eine andere junge unbekannte Autorin Michaela Thewes (www.Michaela-Thewes.de)

ist einfach allerliebst! Und ich merke Deiner Rezension so richtig an, wie lieb Du ihn gewonnen hast beim Lesen, liebe Isabella! Die Geschichte dazu macht Mut - vielleicht sollten wir alle mal wieder regelmäßiger bloggen ... ;)

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