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Kein Platz in der Kindergruppe?
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Kein Platz in der Kindergruppe?

Sie haben keinen Platz in der Kindergruppe für Ihren Nachwuchs bekommen und sind eine Frau der Sorte "Macherin"? Dann gründen Sie doch selbst eine KiTa. Unsere Autorin Helga Reitter hat's getan und sagt Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Fahrplan in 10 Punkten

Fahrplan in 10 Punkten

1) Mitstreiter suchen

2) Informationen sammeln

3) Verein gründen (Eintrag ins Vereinsregister, Bescheinigung über Gemeinnützigkeit)

4) Betriebsform klären

5) Anträge auf öffentliche Zuschüsse

6) Räumlichkeiten suchen

7) Finanzierungsplan erstellen

8) Personal suchen

9) Antrag auf Betriebserlaubnis beim Landesjugendamt (mit pädagogischem Konzept)

10) Öffentlichkeitsarbeit

Wer eine Gruppe zur Betreuung von Kindern gründen möchte, hat eine lange Liste vor sich, die abgearbeitet werden will. Die Motivation sollte hoch, die Zeitkapazität groß sein. Und am besten ist es, sich mit anderen Interessenten zusammenzutun, denn so viel Arbeit allein zu bewältigen, kann mitunter aufs Gemüt schlagen.

Grundsätzliche Informationen, wie sich Kindergruppen organisieren, gibt es bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen e.V. (BAGE, www.bage.de ), dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, den Jugendämtern der Städte oder den Landesjugendämtern (ausführliche Literaturliste am Ende). Eine interessante Zusammenstellung aller Aufgaben, die auf Gründer zukommen, liefert eine Broschüre aus Stuttgart (www.stuttgarter-ekg.de ). Zu beachten ist allerdings, dass die Rahmenbedingungen für Kindergruppen-Gründungen in jedem Bundesland anders sind. Sogar von Stadt zu Stadt gibt es Unterschiede: Manche Kommunen sehen es als ihre Pflicht an, die Einrichtungen möglichst intensiv zu unterstützen. Andere scheinen sie eher als Kühe zu sehen, die sie melken wollen.

Darf ich als Otto-Normalverbraucher einfach Kinder betreuen? Erzieher/in ist doch ein Hochschulabschluß (zumindest seit der Wende). Gibt es da Ausnahmen, wenn man es über einen nicht-staatlichen Verein macht? Muß ich die Eltern unterschreiben lassen, daß sie wissen, daß man selbst keine Ausbildung hat? Ich finde die Idee toll, kann mir aber gerade nicht ganz vorstellen, daß es am Ende tatsächlich so einfach ist... oder doch?

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