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Beruf oder Berufung?

Ok, das klingt jetzt schon sehr hochgestochen, aber im Grunde frage ich mich das. Nach einer miesen Abzocke in der TV-Branche (siehe Blog) bin ich jetzt seit kurzem auf Stellensuche. Gestern hatte ich ein Vorstellungsgespräch und soll morgen Bescheid bekommen, da die Stelle schon ab nächster Woche wäre. Allerdings nicht in München, wo ich wohne, sondern in Ba-Wü. Was mich zum grübeln bringt: es wäre zwar endlich mal ein faires Angebot für ein Volo in einer Online-Redaktion, ohne Praktikumsabzocke davor aber es ist inhaltlich so weit weg von dem was mir vorschwebt. Dort gehts um politische Inhalte, ich will aber eher in die Lifestyle-Schiene, Traumjob Bunte und natürlich Bequeen;-) wo ich auch einfach bisher meine erfahrungen gesammelt habe. Umso respektabler, dass die mich eingeladen haben. Ich bin mal wieder total am hadern mit mir selbst. Sollte ich die Stelle, annehmen wenn sie mir zusagen sollten oder lieber auf meinen Traumjob hoffen, der vielleicht nie kommt?!? Was meint ihr? Hätte ich nach einem so "seriösen" Volo (ich würde mit dem Staatsministerium zusammenarbeiten!) überhaupt noch Chancen danach eine Redakteurs-Stelle in der Welt des "Glitzers und Glamours" zu bekommen???

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Antworten

 

BISHERIGE ANTWORTEN

und was ist draus geworden? hast du den job angenommen?

würde ich jetzt sagen, eher hast du noch eine Chance vom seriösen zum Lifestyle zu wechslen als umgekehrt. Grundsätzlich ist doch eher gutes Handwerkszeug wichtig und nicht was daraus gemacht wird. Und wer weiß, vielleicht gefällt dir diese Richtung später sogar noch viel besser. Wenn du kein anderes Angebot hast würd ich diesen Job annehmen. Du kannst ja nebenbei noch deinen "Lifestyle-Interessen" nachgehen, vielleicht als freie Mitarbeiterin. 

Dann hast du nach der Ausbildung auch in diese Richtung etwas vorzuweisen. 

schwierig.ich glaube nicht dass du in der politik-redaktion glücklich wirst wenn du lifestyle willst...einfach weiter bewerben!kannst es ja probieren und nebenher weiter suchen?

wenn es eine gute Referenz ist, würde ich es machen.

Dann sammelst du Erfahrungen im Onlinebereich und danach kannst du(wenn du gut bist) auch noch wechseln, solltest nur eben irgendwann den Absprung schaffen.

Kommt auch darauf an a) wie alt du bist und b) wie lange du schon auf eine Stelle wartest c) würdest du es 2 Jahre dort aushalten und es durchziehen.

klar, es ist eine gute Chance und normalerweise würde ich sagen "GO for it", aber da fehlen noch ein paar wichtige Infos zu deiner Person...daher kein ultimatives Rezept. Aber manchmal kommt man auch auf Umwegen zum Traumjob, man darf nur das Ziel und die Mission nicht aus den Augen verlieren.

Ok, ich mach hier mal die Stimme der Realität *räusper* Bist Du übergeschnappt? Da bietet Dir jemand einen ERNSTZUNEHMENDEN Job an. In dem Bereicht, den Du gelernt (sogar studiert!) hast und Du bist ensthaft am überlegen, ob Dir das gut genug ist? Bzw. eigentlich ist das zu gut für Dich, hab ich schon verstanden, wie Du das meinst, Du willst nicht auf die seriöse sondern eher auf die Unterhaltungsschiene, aber Fräulein, setz Dich auf den Hosenboden: Das sieht DEFINITIV gut im Lebenslauf aus. Und sitzen und auf was besseres warten kannst Du auch während Du dort arbeitest.

 

Meine Herren... andere prügeln sich um solche Stellen! Ziehen um und sich aus um sie zu bekommen und weißt nicht, ob Du da Bock drauf hast...

 

Ich bin Toningeneur. Hauptsächlich (und natürlich auch irgendwo am liebsten) mache ich Musik als solcher. Ich hab mich für die Stelle als Toning beim Börsenstudio beworben (die mich nicht genommen haben, weil ich ihnen aufgrund meines Lebenslaufes in anderen Bereichen viel gelegener kam, aber die Bewerbung ging auf diese Stelle). Und da ist er dann, der feine Unterschied zwischen Beruf und Berufung: Ist es Berufung, ist es Dir Schnuppe, WO Du arbeitest oder WAS Du genau machst, solange es in Deinem Berufsfeld ist...

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