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Die neue Vorsorgeimpfung gegen Gebärmutterhalskrebs
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Die neue Vorsorgeimpfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Eine neue Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs.

Jette Joop, Designerin und Mutter einer Tochter, unterstützt die HPV-Aufklärungskampagne des Deutschen Grünen Kreuzes.

(Quelle Bilder und Spot: JETTE GmbH und DGK)

6.500 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Gebärmutterhalskrebs*. Bei europäischen Frauen im Alter ist Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) sogar die zweithäufigste Krebs-Todesursache.

Ausgelöst wird Gebärmutterhalskrebs meist durch eine Infektion mit einer bestimmten Art von Humanen-Papillom-Viren*, genauer HPV 16 und 18. Die beiden HP-Virustypen 16 und 18 sind typische Vertreter der Hoch-Risiko-Gruppe und für 70 Prozent aller Zervixkarzinome verantwortlich. Andere Arten von Humanen-Papillom-Viren aus der Niedrig-Risiko-Gruppe sind verantwortlich für so genannte Feigwarzen (Kondylome) im Genitalbereich, die zwar unschön, doch ungefährlich sind. Diese Viren werden durch Sexualkontakte übertragen und stellen weltweit die häufigsten sexuell übertragenen Viren dar. Gut 75 Prozent aller Frauen (und Männer) stecken sich demnach irgendwann in ihrem Leben mit HPV an. Nur bei knapp drei Prozent jedoch entwickelt sich aus dieser Infektion ein invasiver Tumor, also eine bösartige Entartung des Gebärmutterhalsgewebes, sprich Krebs.

Seit Oktober 2006 ist in Deutschland ein neuer Impfstoff zugelassen, der eine Infektion mit HPV 16 und 18 (Gebärmutterhalskrebs), wie auch HPV 6 und 11 (Feigwarzen) verhindert. Fachleute und Organisationen wie die ständige Impfkommission (STIKO) und das Deutsche Grüne Kreuz (DGK ) empfehlen diese Impfung – drei Dosen innerhalb von sechs Monaten – vor allem für Mädchen vor ihrem ersten Geschlechtsverkehr. So wird sichergestellt, dass noch keine Infektion stattgefunden hat. Jedoch können sich Frauen auch nach ihren ersten Sexualkontakten noch gegen HPV impfen lassen, um eine Ansteckung mit den potenziell Krebs auslösenden HP-Viren 16 und 18 zu verhindern. Über die Langzeitwirkung der Impfung sind noch keine Zahlen bekannt – ein fünfjähriger Schutz ist allerdings sicher. Danach sind möglicherweise Auffrisch-Impfungen nötig.

Da es neben HPV 16 und 18 noch andere HPV-Subtypen gibt, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können, sollten sowohl geimpfte als auch nicht geimpfte Frauen die jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung, den sogenannten Pap-Abstrich*, beim Frauenarzt unbedingt regelmäßig durchführen lassen.

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